Residential

Residential ist die international gängige Bezeichnung für Wohnimmobilien als Immobilienanlageklasse und Nutzungsart. Grundsätzlich werden Immobilien nach unterschiedlichen Nutzungsarten differenziert. In der immobilienwirtschaftlichen Literatur sind neben Wohnimmobilien Gewerbeimmobilien, Industrieimmobilien und Sonderimmobilien als Hauptnutzungsarten aufgeführt. Jede Immobiliennutzungsart bildet einen eigenen Teilmarkt innerhalb des Immobilienmarktes einer bestimmten Region. Als Wohnimmobilien werden in diesem Zusammenhang Objekte bezeichnet, bei denen die Funktion des Wohnens im Vordergrund steht, unabhängig davon, ob die Immobilie durch den Eigentümer selbst oder durch einen Mieter bewohnt wird. Wohnimmobilien können in unterschiedliche Arten weiter differenziert werden. Die Untergliederung erfolgt dabei üblicherweise nach der Anzahl der Wohneinheiten. Dabei werden Ein- und Zweifamilienhäuser, Reihenhäuser und Mehrfamilienhäuser (Eigentumswohnungen, Mietwohnungen) grundsätzlich unterschieden. Darüber hinaus existieren Sonderformen von Wohnobjekten wie beispielsweise Ferienhäuser und -wohnungen, Villen, Gutshäuser, Seniorenwohnungen usw. Befinden sich mehr als 20 Wohneinheiten in einem Komplex, so spricht man von Wohnanlagen.1,2
Wohnimmobilien befriedigen das Bedürfnis nach Wohnen und haben damit eine äußerst wichtige volkswirtschaftliche Bedeutung. Die hohe wirtschaftliche und soziale Relevanz führt seit jeher zu einer starken politischen Einflussnahme. Kein anderer Immobilienteilmarkt wird so stark durch staatliche Instrumente beeinflusst wie der Wohnimmobilienmarkt. Dies führt häufig dazu, dass in der immobilienwirtschaftlichen Praxis von Wohnimmobilien und Nichtwohnimmobilien gesprochen wird. Auch als sichere und wertstabile Anlageklasse erlebt Residential insbesondere in Deutschland seit vielen Jahren einen Aufschwung, so dass die Bedeutung in der Asset Allocation internationaler Immobilieninvestoren zunimmt.

 
Unternehmens- und Produktbezeichnung

Ist beispielsweise von einem "Residential Fund" die Rede, dann handelt es sich dabei um einen Immobilienfonds, der auf den Erwerb von Wohnimmobilien abzielt. Auch taucht der Begriff immer wieder in Unternehmensnamen auf, was auch hier Aufschluss über die Art der gehandelten Immobilien bzw. das Geschäftsfeld gibt, in dem das Unternehmen bevorzugt oder ausschließlich tätig ist.

Dienstleistungen

Die angebotenen Dienstleistungen aus diesem Bereich umfassen in der Regel Vermittlung und Verkauf von Immobilien, die Ermittlung des Marktwertes, die Erstellung von Kaufverträgen sowie Modernisierungs- und Teilungsmaßnahmen. Darüber hinaus werden auch Analysen über Märkte und Standorte erstellt, die der Entscheidungsfindung im Investmentbereich dienen.

  • 1 Vgl. Rottke, Nico B. (2011): Immobilienarten. In: Rottke, Nico B.; Thomas, Matthias: Immobilienwirtschaftslehre Band I. Management, Köln, S. 148-149.
  • 2 Vgl. Walzel, Barbara (2008): Unterscheidung nach Immobilienarten. In: Schulte, Karl-Werner: Immobilienökonomie, Band I, 4. Aufl. München, S. 120.
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: 11/21/2019