Rendite

Der Begriff Rendite ist nicht einheitlich definiert.1 Im Allgemeinen gibt die Rendite den wirtschaftlichen Erfolg einer Investition, entweder gemessen am Verhältnis des Endwertes einer Investition zu ihrem Anfangswert oder gemessen an ihrem Ertragsüberschuss wieder. Je nach Betrachtung kann die Rendite für eine Periode (statische Verfahren) oder über mehrere Perioden (dynamische Verfahren) ermittelt werden.
Die Rendite resultiert allgemein aus den Einnahmen und Ausgaben, die mit einer Immobilieninvestition verbunden sind. Zu den Einnahmen gehören Mieteinnahmen, Zinserträge aus eventuellen Liquiditätsüberschüssen, Steuerrückzahlungen und der Verkaufserlös. Die Ausgaben umfassen den Kaufpreis und Erwerbsnebenkosten, die laufenden Betriebskosten wie Instandhaltung, Modernisierung etc. und die Fremdfinanzierungskosten (Zins und Tilgung) sowie Steuerzahlungen.2
In Wissenschaft und Praxis werden unterschiedliche Renditekennzahlen verwendet. Häufig fließen bei gleicher Terminologie aber auch unterschiedliche Parameter in die Berechnungen ein, was eine Vergleichbarkeit insbesondere im internationalen Kontext erschwert. Aus diesem Grund versuchen unterschiedliche Institutionen Standards bei der Ermittlung von Renditekennzahlen auf dem Immobilienmarkt zu etablieren.
Vor diesem Hintergrund hat der Arbeitskreis Real Estate Investment Management der Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung e.V. (gif) mit Unterstützung der RICS Deutschland einheitliche Renditekennzahlen erarbeitet.3 Die gif definiert dabei drei Rendite-Ebenen und ordnet diesen entsprechende Renditekennzahlen zu.

Tabelle: Renditekennzahlen der gif
Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung e. V. (2007): Rendite-Definitionen. Real Estate Investment Management. Wiesbaden, S. 2-36.

Trotz des Versuches der gif und anderer Institutionen ist noch immer kein einheitlicher Branchenstandard auf dem Immobilienmarkt zu erkennen. Vielmehr werden weiterhin, den Anforderungen der Investoren entsprechend, individuelle Renditemaße ermittelt und gemäß deren Bedürfnissen definiert.

  • 1 Vgl. Sailer, Erwin; Grabener, Henning J.; Matzen, Ulf (Hrsg.) (2014): Immobilien-Fachwissen von A-Z. Das Lexikon mit umfassenden Antworten und Erklärungen auf Fragen aus der Immobilienwirtschaft, 10. Aufl. Kiel, S. 836.
  • 2 Vgl. Gondring, Hanspeter (2009): Immobilienwirtschaft. Handbuch für Studium und Praxis, 2. Aufl. Stuttgart, S. 733.
  • 3 Vgl. Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung e. V. (2007): Rendite-Definitionen. Real Estate Investment Management. Wiesbaden, S. 2-36.
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: 12/12/2019