Grunderwerbsnebenkosten

Grunderwerbsnebenkosten oder auch Transaktionskosten sind Kosten, die beim Erwerb einer Immobilie zusätzlich zum Kaufpreis für das Gebäude und Grundstück anfallen. Zusammen mit dem Kaufpreis ergeben sie die Grunderwerbskosten einer Liegenschaft.1 In Deutschland übernimmt üblicherweise der Käufer sämtliche Grunderwerbskosten.2 Zu den Grunderwerbsnebenkosten zählen insbesondere: 

  • Notarkosten für die Beurkundung des Grundstückskaufvertrages
  • Grundbuchkosten, die für die Eintragung und Löschung von Auflassungsvormerkungen entstehen sowie Kosten für die Eigentumsumschreibung
  • Maklercourtage, deren Höhe stark von den ortsüblichen Sätzen und dem Ankaufsvolumen der Immobilie abhängig ist. Sie beträgt in Deutschland üblicherweise zwischen 1 % und 5 %
  • Grunderwerbsteuer, deren Höhe abhängig vom jeweiligen Bundesland ist
  • Due-Diligence-Kosten für die umfassende Prüfung der Immobilie vor Ankauf

Neben diesen Kosten zählen auch Kosten für eine erforderliche Vermessung des Grundstücks, Anwaltskosten, Bewertungskosten sowie Suchkosten für die Auswahl eines geeigneten Objektes zu den Transaktionskosten. Hingegen werden Erschließungsbeiträge und Kosten für Baugrunduntersuchungen nicht zu den Grunderwerbsnebenkosten gezählt.3
Je nach Objekt und Lage können die Grunderwerbsnebenkosten bis zu 15 % des Kaufpreises einer Immobilie ausmachen. Aus diesem Grund haben sie eine hohe Bedeutung für die Wirtschaftlichkeit eines Objektes.

  • 1 Vgl. Bone-Winkel, Stephan; Isenhöfer, Björn; Hofmann, Philip (2008): Projektentwicklung. In: Schulte, Karl-Werner: Immobilienökonomie, Band I, 4. Aufl. München, S. 285.
  • 2 Vgl. Gondring, Hanspeter (2009): Immobilienwirtschaft. Handbuch für Studium und Praxis, 2. Aufl. Stuttgart, S. 703.
  • 3 Vgl. Sailer, Erwin; Grabener, Henning J.; Matzen, Ulf (Hrsg.) (2014): Immobilien-Fachwissen von A-Z. Das Lexikon mit umfassenden Antworten und Erklärungen auf Fragen aus der Immobilienwirtschaft, 10 Aufl. Kiel, S. 471.
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: 12/10/2019