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Nebenkosten steigen schneller als die Kaltmiete

Besonders Heizung und Warmwasser werden immer teurer

Die Kosten fürs Wohnen steigen. Größter Preistreiber ist jedoch nicht die Kaltmiete, wie die öffentliche Diskussion häufig vermuten lässt. Hier sind es lediglich einige Toplagen in den großen Städten, in denen die Preise überdurchschnittlich steigen. Es sind die Nebenkosten, und besonders Heizung und Warmwasser, die die Bruttomieten flächendeckend in die Höhe treiben.

Das Statistische Bundesamt hat errechnet, dass ein Privathaushalt im Jahr 2013 im Durchschnitt monatlich 24,4 Prozent seiner Ausgaben für das Wohnen aufwenden muss. 2012 waren es mit 24,2 Prozent noch etwas weniger. Im gleichen Zeitraum sind die Nettokaltmieten den Bundesstatistikern zufolge um 1,3 Prozent gestiegen. Die Preise für Strom, Gas und andere Brennstoffe haben jedoch gleich um 4 Prozent zugelegt. Laut Mieterbund zahlten die Mieter bereits 2012 durchschnittlich 2,20 Euro pro Quadratmeter und Monat an Betriebskosten, 65 Prozent davon für Heizung und Warmwasser. Weitere Steigerungen prognostizierten die Mietervertreter für 2013. Das sind deutschlandweite Zahlen, die natürlich regional sehr unterschiedlich ausfallen, jedoch eine Tendenz widerspiegeln.

Bei den Mitgliedern des Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW), die bundesweit 6 Millionen Wohnungen vermieten, stiegen die Kaltmieten im Jahr 2013 um 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bei den warmen Betriebskosten wurde ein Plus von 2,8 Prozent registriert. Auch die Statistik der Unternehmensvertreter weist also eine überproportionale Steigerung der Betriebskosten aus. GdF-Präsident Axel Gedaschko forderte denn auch kürzlich sowohl eine neue politische Wohnungsstrategie als auch eine Nebenkosten-Bremse.

Die Immobiliengesellschaft TAG beschäftigte sich in einer gemeinsamen Studie mit der TU Darmstadt ebenfalls mit den Nebenkosten. Danach vermuten fast zwei Drittel aller Mieter, dass es ein erhebliches Sparpotenzial bei den Nebenkosten gibt. Mehr als ein Drittel werfen ihrem Vermieter Untätigkeit bei der Pflicht vor, die Nebenkosten so gering wie möglich zu halten. Dass auch die Mieter mit ihrem Verbrauchsverhalten Einfluss auf die Höhe der warmen Betriebskosten nehmen können, sei hier angemerkt.

Es gibt einige Stellschrauben, die die Höhe der Betriebskosten dämpfen können: Politische Weichenstellungen wären notwendig, um die Energiepreise nicht ausufernd in die Höhe schnellen zu lassen. Das kosten- und energiebewusste Verhalten der Mieter führt zu Einsparungen im Verbrauch. Und der Vermieter hat es in der Hand, durch die Auswahl der Dienstleister in einem gewissen Maße Einfluss auf die Kosten von Strom und Gas, Wasser und Müllabfuhr oder Hausmeisterdienste zu nehmen.

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