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Auf gute Nachbarschaft

Was Mieter und Vermieter dürfen und was nicht

Wer in einem Mehrfamilienhaus lebt, tut im eigenen Interesse gut daran, sich so zu verhalten, dass eine harmonische Nachbarschaft möglich ist. Auch der Vermieter ist natürlich daran interessiert, dass die Mieter vernünftig miteinander umgehen und der Kontakt zwischen Vermieter und Mieter störungsfrei ist. Doch was der eine völlig normal findet, sieht der andere vielleicht ganz anders. Deshalb sind einige Regeln nützlich, damit es nicht erst zu unschönen Auseinandersetzungen bis hin zu Gerichtsprozessen kommt. Beispiele, die durch die Medien gingen – kürzlich erst der Streit um den Kette rauchenden Mieter, der seine Wohnung räumen muss, weil er die Nachbarn übermäßig an seiner Qualmerei teilhaben ließ – mögen zwar einige Leser erheitern, nicht jedoch die Betroffenen.

Krachmacher
Um nichts wird häufiger gestritten als um Lärm. Wie laut darf’s denn sein? Generell nur so laut, dass es die Nachbarn nicht stört. Weil das ein weites Feld ist, gilt: Radio, Fernseher und andere elektronische Geräte dürfen nur so laut betrieben werden, dass sie in der Nachbarwohnung nicht zu hören sind: Zimmerlautstärke also. Ruhe ist besonders in der Nacht zwischen 22 und 6 Uhr geboten. Ausnahmen, zum Beispiel wegen Familienfeiern oder Partys, gibt es laut Gesetz nicht. Andere Ausnahmen schon: Wer ein Instrument spielt, muss üben dürfen. Sollte das Musizieren auch außerhalb der eigenen vier Wände zu hören sein, gilt die Faustregel, dass zwei Stunden täglich außerhalb der allgemeinen Ruhezeiten zu tolerieren sind. Doch auch hier gilt im Einzelfall anderes. Es gibt etliche Gerichtsentscheidungen dazu, die zu Rate gezogen werden können. Kinderlärm ist hingegen erlaubt, alles andere wäre auch lebensfremd. Kinder dürfen schreien, spielen, durch die Wohnung toben, jeder möge sich an seine eigene Kindheit erinnern. Dazu gehört jedoch nicht, dass der Flur regelmäßig als Rollschuhbahn missbraucht werden darf. Solch unnötigem Strapazieren der nachbarlichen Nerven kann mit einer Anzeige Einhalt geboten werden, wenn eine Bitte um Unterlassung nicht fruchtet.

Pferd auf dem Flur
Ob in einer Wohnung Tiere gehalten werden dürfen, richtet sich nach dem Mietvertrag und der Rechtsprechung in der Kommune. Während kleine Tiere wie Wellensittiche oder Meerschweinchen nicht erlaubnispflichtig sind, sollte bei Hunden oder Katzen eine Einigung mit dem Vermieter herbeigeführt werden. Beim Pferd auf dem Flur hört’s verständlicherweise auf. Die Haltung gefährlicher Tiere bedarf übrigens sowohl einer behördlichen als auch der Erlaubnis des Vermieters.

Schlüsselgewalt
Der Mieter hat vom Vermieter alle Schlüssel zu erhalten, die es zur angemieteten Wohnung gibt. Wenn der Mieter zusätzliche Schlüssel benötigt, beispielsweise für die Putzhilfe, muss der Vermieter dem stattgeben, jedoch auf Kosten des Mieters. Zurückhalten darf der Vermieter Wohnungsschlüssel nicht. Die alleinige Schlüsselgewalt hat der Mieter. Nur wenn Gefahr im Verzuge ist (zum Beispiel bei Rohrbruch oder Brand), darf der Vermieter sich ohne Erlaubnis Zutritt zur Wohnung verschaffen. Ansonsten gilt: Sein Besichtigungsrecht ist auf bestimmte sachliche Gründe beschränkt und muss einige Tage vorher angemeldet werden. Als Gründe gelten beispielsweise der Verkauf des Hauses oder der bevorstehende Auszug des Mieters, damit sich Interessenten ein Bild von der Wohnung machen können.

Besucher und Untermieter
Wie lange Besuch empfangen wird, ist allein Sache des Mieters. Auch wenn der Besucher einige Monate bleibt, muss der Vermieter nicht gefragt werden. Wird jedoch ein Zimmer untervermietet oder zieht jemand dauerhaft mit ein (außer Lebenspartner, Wiedereinzug der Kinder) muss der Vermieter gefragt werden.

Die beste Garantie für gute Nachbarschaft und ein gutes Verhältnis zwischen Mieter und Vermieter ist es übrigens, sich öfter mal in die Lage des anderen zu versetzen. Und mit etwas Freundlichkeit und Verständnis füreinander lässt sich manch kleines Missverständnis lösen, ohne gleich die Ordnungsmacht auf den Plan zu rufen. Also dann, auf ein gutes Miteinander!

THE REAL ESTATE PEOPLE


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