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Urbanisierungstrend fördert Wohnungsknappheit

Miet- und Eigentumswohnungen für junge Menschen in Metropolen Mangelware

Eigentumswohnungen in Metropolen: vielgescholten, aber doch gebraucht

Neue Wohnungen braucht das Land. Das ist Konsens. Vor allem in den Metropolen wird angesichts des seit Jahren anhaltenden Zuzugs der Wohnraum zusehends zur Mangelware. Insbesondere Studenten und Berufseinsteiger zwischen 20 und 30 Jahren zieht es in die Städte, entsprechend gering ist in der Regel deren Einkommen. Da verwundert es, dass der Wohnungsbau in den Großstädten zwar deutlich an Fahrt aufgenommen hat, ein großer Teil des neu geschaffenen Wohnraums aber nicht Miet- sondern Eigentumswohnungen sind. Hohe Grundstückspreise und strenge energetische Auflagen machen günstigen Wohnungsbau ohne staatliche Förderung mittlerweile de facto unmöglich, weshalb sich Neubau nur im gehobenen Segment und damit bei Eigentumswohnungen rechnet. Dennoch wird immer wieder der Vorwurf laut, hier werde am eigentlichen Bedarf vorbei gebaut. Obwohl als Gentrifizierungsbeschleuniger vielgescholten, sind Eigentumswohnungen aber unverzichtbar, um der zunehmend grassierenden Wohnungsknappheit Herr zu werden.

Leergefegte Wohnungsmärkte

Und diese ist zweifellos vorhanden: In Berlin beträgt die Leerstandsquote bei Wohnungen beispielsweise kaum noch mehr als zwei Prozent, drei Prozent gelten als mindestens notwendig für einen funktionierenden Markt. Ähnlich sieht es in Hamburg, München oder Frankfurt aus. Das Ergebnis: zu geringes Angebot, hohe Nachfrage und stetig steigende Preise — und zwar für Mietwohnungen wie Wohneigentum gleichermaßen. Hohe Preise sind nicht das Ergebnis von mehr Eigentumswohnungen, sondern von einem leeren Wohnungsmarkt. Und hier  hilft jede neu gebaute Wohnung, ganz egal ob zur Miete oder zum Kauf, die Situation zu verbessern.

Da ein Großteil der Käufer von Wohneigentum Selbstnutzer sind, entlasten mehr Eigentumswohnungen auch den Mietmarkt. Zum einen stellen die Menschen, die innerhalb derselben Stadt eine neu gekaufte Wohnung beziehen, ihre alte Wohnung neuen Mietern zur Verfügung — was immerhin für 30 bis 50 Prozent der Eigentumswohnungen zutrifft. Andererseits stoßen Zuzügler, die eine Wohnung kaufen statt mieten, nicht zusätzlich auf den Mietmarkt, was ebenfalls Entlastung schafft. Daneben fließen Eigentumswohnungen im Gegensatz zu hochpreisigen Mietwohnungen nicht in die Berechnung des vielerorts bestehenden Mietspiegels ein, was den Druck auf die Mietentwicklung entlastet.

Wunschobjekt Wohneigentum

Die Befürchtung, neugebaute Eigentumswohnungen würden an dem in Ballungsräumen bestehenden Bedarf vorbeigehen, ist ebenfalls unbegründet. Insbesondere bei Menschen mit mittlerem und hohem Einkommen hat der Wunsch nach Wohneigentum in den letzten Jahren stark zugenommen. Obwohl weite Teile Deutschlands und insbesondere die Metropolen stets als Mieterhochburgen galten, bricht sich mittlerweile ein Kulturwandel Bahn. Anstatt monatlicher Miete zahlen mittlerweile viele lieber den Kredit für die eigenen vier Wände ab. Dass im urbanen Umfeld dabei neben dem klassischen Eigenheim am Stadtrand auch die eigene zentrumsnahe Stadtwohnung an Attraktivität gewonnen hat, verwundert dabei wenig. Eigentumswohnungen sind daher bei Weitem nicht am Bedarf vorbei gebaut, sondern decken eine real bestehende und stetig wachsende Nachfrage.

Wenngleich der Bau von Eigentumswohnungen einen wichtigen Bestandteil in der Bekämpfung der Wohnungsknappheit in den deutschen Metropolen bildet, darf man nicht übersehen, dass dies allein nicht ausreicht. Selbstverständlich bedarf es ebenso dringend neuer Mietwohnungen, die auch für Menschen mit geringem Einkommen erschwinglich sind. Diese können allerdings kaum über den freien Markt entstehen, sondern müssen über eine gezielte staatliche Regelungs- und Förderpolitik geschaffen werden. Nur wenn der Bau geförderter Mietwohnungen einerseits und privat finanzierter Eigentumswohnungen andererseits harmonisch ineinandergreifen, lässt sich das Bevölkerungswachstum der Städte langfristig ohne soziale Verdrängungseffekte bewältigen.

THE REAL ESTATE PEOPLE


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