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Zu kurz gedacht

Das von der Politik geplante Bestellerprinzip für Makleraufträge ist ein Irrweg

Eigentlich klingt es ganz einleuchtend: Wer bestellt, bezahlt. Warum also sollte nicht derjenige den Immobilienmakler bezahlen, der ihn beauftragt? Doch das ist zu kurz gedacht. Da sind sich die Fachleute in der Immobilienwirtschaft einig.

Worum geht es eigentlich bei dem viel diskutierten, von der Bundesregierung auf den Weg gebrachten Entwurf zur Änderung des Wohnraumvermittlungsgesetzes? Gewollt ist, dass der Wohnungssuchende nur dann die Maklerprovision übernimmt, wenn er als erstes den Makler mit der Wohnungssuche schriftlich beauftragt hat. Weitere Bedingung soll sein, dass „in der Folge ein Mietvertrag über eine Wohnung zustande kommt, die dem Makler bei der Beauftragung durch den Wohnungssuchenden noch nicht seitens des Vermieters an die Hand gegeben war.“ Der Immobilienverband Deutschland IVD wendet sich gegen das geplante Gesetz und weist ihm gravierende Mängel nach. „Der Makler muss nach geltendem Recht einen Auftrag vom Vermieter oder einem anderen Berechtigten haben, um Wohnraum zu vermitteln – wir als IVD schreiben dies unseren Mitgliedern auch in unseren Standesregeln vor“, sagt Jens-Ulrich Kießling, Präsident des IVD. „Ein ehrliches Bestellerprinzip, bei dem der Mietsuchende den Makler mit der Wohnungssuche beauftragt und die Provision bezahlt, wäre dann nicht mehr möglich“, so Kießling weiter.

Das eigentliche Motiv für die Gesetzesinitiative, die Wohnungsknappheit an einzelnen Standorten zu beheben, werde damit nicht gelöst. „Durch eine Regulierung der Maklerprovision wird keine einzige Wohnung mehr gebaut“, sagt der IVD-Präsident. Dafür seien vielmehr verbesserte Rahmenbedingungen für den Wohnungsbau erforderlich wie beispielsweise die Vergabe landeseigener Grundstücke an private und öffentliche Unternehmen, damit diese dort Mietwohnungen bauen können.

Die Immobilienbranche ist sich einig, dass das geplante Bestellerprinzip ein Irrweg ist. Der IVD hat eine Online-Petition auf der Internet-Plattform openpetition.de gegen den Gesetzentwurf auf den Weg gebracht. Bis November sollen, so das Ziel des Immobilienverbandes, 10.000 Unterschriften zusammenkommen und gemeinsam mit der Petition dem Bundestag vorgelegt werden.

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