International

Makler

Unternehmen

Mietpreisbremse droht Wohnungsknappheit zu verstetigen

„Was dem einen sin Uhl ist dem andern noch lange nicht sin Nachtigall“

Der abgewandelte norddeutsche Spruch von Eule und Nachtigall passt ganz gut auf die derzeitigen Sorgen in der Immobilienbranche: Was den einen (den Vermieter) zum Stirnrunzeln bringt, ist die im Koalitionsvertrag vorgesehene Mietpreisbremse. Was dem anderen (dem Mieter) mit genau dieser Mietpreisbremse eigentlich zur Freude gereichen soll (geringere Mietsteigerungen), kann nach hinten losgehen. Denn: Potenzielle Investoren bauen, modernisieren und sanieren nur, wenn sie durch die künftigen Mieten in angemessener Zeit ihre Aufwendungen wieder reinholen können sowie einen Gewinn aus ihrer Investition erzielen. Befürchtetes Ergebnis der Mietpreisbremse: Verunsicherte Investoren lassen die Finger vom Bauen neuer Mietwohnungen und der Modernisierung im Bestand. Im Ergebnis kann sich die Wohnungsknappheit in begehrten Regionen verschärfen.

Worum geht es im Einzelnen? Ein Blick in den Koalitionsvertrag
In Gebieten mit nachgewiesenen angespannten Wohnungsmärkten soll bei Wiedervermietung von Wohnraum mit der „Mietpreisbremse“ nur noch eine Erhöhung von bis zu 10 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete möglich sein. Erstvermietungen in Neubauten sowie Anschlussvermietungen nach umfassenden Modernisierungen sind davon ausgeschlossen. Künftig sollen nur noch höchstens 10 Prozent – längstens bis zur Amortisation der Modernisierungskosten – einer Modernisierung auf die Miete umgelegt werden dürfen.

Franz Krewel, Geschäftsführer CORPUS SIREO Makler GmbH: „Ich gehe davon aus, dass die angestrebte Regulierung nicht funktionieren wird. Der freie Markt funktioniert erfahrungsgemäß besser als staatliche Eingriffe. Und das eigentliche Problem wird durch die Mietpreisbremse nicht gelöst - nämlich die Wohnungsknappheit, die in zahlreichen deutschen Großstädten herrscht und somit die Preise in die Höhe schnellen lässt. Ein auch für Mieter annehmbares Preisgefüge wird sich nur dann einstellen, wenn genügend Wohnungen auf dem Markt sind. Doch wenn Mieten künstlich gedeckelt werden, baut keiner mehr, die Wohnstandards und – qualitäten verschlechtern sich und Investoren weichen auf andere Asset Klassen aus. Verlierer sind meiner Meinung nach letztlich also die Mieter.“

Es bleibt die Hoffnung, dass die guten Argumente der Immobilienbranche in den politischen Gremien gehört werden, so dass es nicht zu der angekündigten Reglementierung kommt. Damit wäre Vermietern wie Mietern geholfen.

THE REAL ESTATE PEOPLE


© 2018 CORPUS SIREO
This page is not translated yet [x]
For more information on this topic or media inquiries please contact Yvonne Hoberg, PR Manager, +49 221 399 00 120, presse@corpussireo.com.
DIESE SEITE WURDE NOCH NICHT ÜBERSETZT [x]
Für weitere Informationen zu diesem Thema oder bezüglich Presseanfragen wenden Sie sich bitte an Yvonne Hoberg, PR Manager, +49 221 399 00 120, presse@corpussireo.com.