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Darf ich bitte Ihren Ausweis sehen?

Das Geldwäschegesetz verlangt vom Makler nicht nur Identitätskontrollen

Sie wundern sich, dass Ihr Immobilienmakler Sie nach Ihrem Ausweis fragt, obwohl Sie lediglich eine Reservierungsvereinbarung abschließen wollen? Immobilienmakler sind laut Geldwäschegesetz GwG nicht erst bei Abschluss eines Maklervertrages verpflichtet, eine Identitätskontrolle durchzuführen. Auch Reservierungsvereinbarungen und die Vollmachterteilung zur Beauftragung eines Notarvertrages machen eine Erfassung von Personaldaten potenzieller Kunden heutzutage erforderlich.

Doch die eigentliche Herausforderung für Makler besteht nicht darin, die Ausweispapiere einzufordern. Das Gesetz schreibt ihnen vor, dass sie in bestimmten Situationen auch eine Verdachtsmeldung vornehmen müssen. Ein Verdachtsmoment liegt beispielsweise vor, wenn ein Kunde einen überhöhten Preis für eine Immobilie zahlen oder ein Immobiliengeschäft bar auf die Hand bezahlen möchte. Legt der kaufwillige Interessent einen Kapitalnachweis aus einer „Steueroase“ vor, dann müssen bei Immobilienmaklern die Alarmglocken läuten. Ähnlich verhält es sich mit einem Käufer, der in Wahrheit die Interessen einer dritten, unbekannten Person vertritt.

Bereits seit dem Inkrafttreten des GwG im Jahre 2008 sind Makler verpflichtet, die entsprechenden Regeln zu erfüllen. Seit der Verschärfung des Gesetzes in 2011 müssen sie zusätzlich die Einhaltung ihrer Pflichten gegenüber den zuständigen Behörden belegen. Bislang wurden aber die Verdachtsmeldungen selten vorgenommen. Was manch einem Immobilienkäufer als übertriebene Kontrolle erscheinen mag, sind in Wirklichkeit die auf EU-Ebene beschlossenen Maßnahmen gegen Geldwäsche. Internationale Organisationen wie die Financial Action Task Force on Money Laundering (FATF) machen seit Jahren darauf aufmerksam, dass die organisierte Kriminalität immer häufiger ihr Geld in Immobilien steckt, um es auf diese Weise zu legalisieren. Dabei ist die Einschleusung von Geldern aus strafbaren Aktivitäten aufgrund der hohen Anzahl von Transaktionen in der Immobilienbranche nicht einfach festzustellen. Nicht nur private Käufer, auch Unternehmen werden geprüft, indem Makler die Einsicht in das Handelsregister des jeweiligen Unternehmens erhalten. Die gesammelten Informationen werden fünf Jahre lang aufbewahrt und können von den Behörden jederzeit angefragt werden.

Für Immobilienmakler bringt das Geldwäschegesetz einigen bürokratischen Aufwand mit sich, für Immobilieninteressenten eventuell Irritationen. CORPUS SIREO informiert deshalb im Zuge seiner Tätigkeit alle Kunden ausführlich über das GwG und bringt Transparenz in die Vorgänge um die erforderliche Identitätsprüfung und den Umgang mit Verdachtsmomenten. Denn wenn Geldwäscher an ihren Vorhaben scheitern oder strafrechtlich belangt werden, nützt das letztlich jedem von uns.

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