- gebrauchte Objekte meist auf Vorjahresniveau - 640.000 Immobilieninserate für City Report Wohnen ausgewertet
Die Preise an den nachgefragten Wohnimmobilienmärkten des Rheinlands und der Rhein-Main-Region haben sich 2008 einheitlich positiv entwickelt. Neue Eigentumswohnungen verteuerten sich mitunter bis zu zehn Prozent (Köln: + 2 %, Bonn: + 5 %, Düsseldorf: + 6 %, Frankfurt/Main: + 10 %) gegenüber dem Vorjahr. Gebrauchte Eigentumswohnungen pendelten sich meist auf Vorjahresniveau ein. Einzig in der Domstadt stiegen die Quadratmeterpreise für Secondhand-Objekte um zirka 2,5 Prozent. Auch die Häuserpreise in den Umlandregionen folgen dem positiven Trend: Während dort gebrauchte Eigenheime unverändert zu Buche schlugen, wurden neu errichtete Häuser in den Umlandregionen von Köln und Bonn, Düsseldorf sowie Frankfurt am Main jeweils zu rund fünf Prozent höheren Preisen angeboten. Diese und weitere Ergebnisse gehen aus dem "City Report Wohnen" der CORPUS SIREO Makler GmbH, Köln, hervor, der in Kooperation mit Prof. Dr. Manfred Nutz, Professor am Geographischen Institut der Universität Bonn, entstanden ist. Für die Analysen der Wohnimmobilienmärkte Köln/Bonn, Düsseldorf und Frankfurt/Rhein-Main wurden rund 640.000 Immobilieninserate aus Zeitungen und Internetportalen des Jahres 2008 ausgewertet.
Im Preisanstieg der Neubauten offenbart sich insbesondere die Angebotsverknappung infolge der Neubaulücke. Denn in Deutschland wird mit aktuell 200.000 Einheiten jährlich nur halb so viel Wohnraum errichtet, wie benötigt. Weitere Preistreiber bei Neubauten sind neben den gestiegenen Grundstückspreisen und Baukosten auch die höheren Anfangsinvestitionen in die Gebäudeenergiebilanz.
Laut den Immobilienvermittlern der CORPUS SIREO spricht neben der guten Preisentwicklung auch der stabile deutsche Wohnungsmarkt für den Erwerb einer Immobilie. Sie feiere im Zuge schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen jetzt ein Comeback als "Betongold". "Im internationalen Vergleich punktet der heimische Markt vor allem mit seiner konservativen Kreditvergabe und der Festzinskultur. Und anders als etwa in den USA und Spanien wurden die Preise in den vergangenen Jahren selbst an deutschen Top-Immobilienmärkten nicht künstlich nach oben getrieben", so Regionalleiter Christoph Seckler. Gute Nachrichten hat Seckler auch für private Investoren: "Dort, wo keine Blase entstanden ist, kann auch keine platzen. Daher ist an Standorten mit hoher Wirtschaftskraft und wachsenden Einwohnerzahlen wie den Regionen Köln/Bonn, Düsseldorf und Frankfurt/Rhein-Main künftig nicht mit einem Rückgang der Wohnimmobilienpreise zu rechnen". Im Gegenteil sei der Wunsch nach den eigenen vier Wänden hier konstant hoch. Demnach dürfte sich der aktuelle Nachfragestau infolge der Finanzkrise spätestens dann in anziehenden Preisen auflösen, wenn der Konjunkturmotor wieder anspringt und verunsicherte Käufer zurück in den Markt drängen, so der Immobilienexperte.
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