Die Angebotspreise auf dem Wohnimmobilienmarkt in Düsseldorf haben sich im Jahr 2007 unterschiedlich entwickelt: Während sie für Eigentumswohnungen im Durchschnitt mit 1.788 (Vj.: 1.795) EUR/m² stabil blieben, erhöhten sich die Neubau-Wohnungspreise leicht um 2,5 Prozent auf 2.468 (Vj.: 2.407) EUR/m².
Einfamilienhäuser wurden 2007 im Durchschnitt mit 299.000 (Vj.: 359.000) EUR angeboten. Der Grund für den Preisrückgang: Im Jahr 2007 wurden zunehmend (+ 9 Prozent) kleinere Häuser (< 130 m²) angeboten und das Angebot von Häusern mit Wohnflächen > 180m² war rückläufig (-7,4 Prozent). Zudem stieg der Anteil der im Verhältnis zum Bestand günstigeren Neubau-Eigenheime auf 25 (Vj.: 18) Prozent.
Grundsätzlich zeigt sich ein Nord-/Südgefälle: Als exklusive Düsseldorfer Wohnadressen gelten seit Jahren Kalkum (490.000EUR) und Lohausen (450.000 EUR) im Norden, während Eigenheime in Vollmerswerth (207.000 EUR) und Himmelgeist (222.900) deutlich günstiger angeboten werden. "Insgesamt waren jedoch überhöhte Preisvorstellungen im Markt nicht mehr durchsetzbar und führten zu langen Vermarktungszeiten. Diskutiert wird am Markt zunehmend die Energiesparverordnung. Es zeigt sich, dass potentielle Erwerber nicht bereit sind, die Kosten für eine entsprechende Wärmedämmung allein zu tragen", erläutert Jürgen Probst, Geschäftsführer der CORPUS SIREO Makler GmbH, die Entwicklung und stützt sich dabei auf den "City Report Wohnen" der CORPUS SIREO Makler GmbH, Düsseldorf, der in Kooperation mit Prof. Dr. Manfred Nutz vom Geographischen Institut der Universität zu Köln erstellt wurde. Für den Marktbericht des Immobilienmaklers der Düsseldorfer Sparkasse wurden knapp 162.000 Immobilieninserate aus Zeitungen und Internetportalen des Jahres 2007 ausgewertet.
Bei der Untersuchung einzelner Mikro-Standorte ergab sich eine klare Präferenz für das "Wohnen am Wasser". Entlang des Rheinufers sind Eigentumswohnungen in Niederkassel (2.749 EUR/m²), Oberkassel (2.685 EUR/m²) und Himmelgeist (2.510 EUR/m²) am teuersten, außerhalb des Innenstadtrandes im Süden Düsseldorfs rangieren Garath (1.404 EUR/m²), Reisholz (1.481 EUR/m²) und Holthausen (1.504 EUR/m²) dagegen am unteren Ende der Beliebtheits-Skala.
Mit mehr als 1.000 fertig gestellten Wohnungen und ebenso vielen Bauanträgen bleibt Düsseldorf weit hinter dem Bedarf an Wohnraum zurück, wodurch die Abwanderung ins Umland begünstigt wird. Die Stadt hat dies erkannt und eine "Wohnungsbau-Offensive" gestartet, die Wohnbaugebiete mit mehr als 6.000 Geschosswohnungen und Einfamilienhäuser ausweist.
Mit den "Neuen Düsseldorfer Stadtquartieren" auf dem ehemaligen Güterbahnhof Derendorf, dem Güterbahngelände Oberkassel oder durch die Umnutzung bzw. städtebauliche Neuordnung der Reitzensteinkaserne wurden hauptsächlich Konversionsflächen in die Planungen eingebunden. Weitere Baugebiete sind "Am Quellenbusch" in Gerresheim und "Auf'm Wettsche" im südlichen Stadtgebiet, wo allein über 1.000 Wohneinheiten errichtet werden. Mit dem Wohnbauprojekt "Veenpark" entsteht im Düsseldorfer Osten, im Stadtteil Vennhausen, ein weiteres Quartier mit insgesamt 110 Einfamilienhäusern.
Die Düsseldorfer Umlandgemeinden sind infrastrukturell gut an die Landeshauptstadt angebunden und stellen eine wichtige Ergänzung des städtischen Wohnungsmarktes dar. Die Angebotspreise bei Eigentumswohnungen sind im Durchschnitt mit 1.571 EUR/m² stabil geblieben und damit fast 13,8 Prozent günstiger als im Düsseldorfer Stadtgebiet (1.788 EUR/m²). Dabei reicht die Preisspanne im Süden von Langenfeld (1.782 EUR/m²) bis Monheim (1.436 EUR/m²).
Einfamilienhäuser wurden mit 286.500 EUR etwa 5% günstiger angeboten als 2006 (300.000 EUR) und liegen damit etwa auf dem Niveau der Landeshauptstadt. Dabei bewegt sich das Preisgefälle zwischen 349.000 EUR in Meerbusch und 249.000 EUR in Monheim. Insgesamt rechnet Probst im Neubaubereich mit steigenden Preisen. "Im Jahr 2007 haben sich die Bauleistungen für Wohngebäude wegen steigender Baustoffpreise und höherer Mehrwertsteuer um 7,2 Prozent verteuert", erläutert der Geschäftsführer und ergänzt: "Dies dürfte sich in den kommenden Jahren vor allem im Neubaubereich bemerkbar machen."